Kinder und Senioren machen gemeinsam Kunst

 

Einmal im Monat treffen sich die Bewohner aus dem Martha -Jäger-Haus mit Kindern aus dem Kinderhaus Biber, um gemeinsam kreative Projekte zu realisieren.

Nicht jedes Kind hat Großeltern oder sieht die eigenen oft genug.

Dabei ist eine Begegnung zwischen den Generationen nicht nur für ältere Menschen, sondern auch für Kinder sehr wichtig. Es hat sich herausgestellt, dass der regelmäßige Kontakt zwischen Kindern und Senioren nicht nur den Alltag in den Einrichtungen bereichert, sondern auch zu einem neuen, gegenseitigen Verständnis der beiden Generationen führt.

Die kontinuierliche Beziehungsarbeit zwischen jungen und alten Menschen stellt für beide Seiten eine enorme Bereicherung dar: Sie stabilisiert die Identität von Senioren und steigert ihre Lebensfreude. Kinder wiederum erleben mit den älteren Menschen, etwa durch Erzählungen und alte Lieder, Bereiche und Facetten des Lebens, die ihnen sonst verschlossen blieben. Die kindliche Phantasie wird angeregt und erhält neue Impulse, während den alten Menschen wichtige Erfahrungs- und Lernprozesse ermöglicht werden.

Senioren, die in Seniorenheimen versorgt werden und in den Einrichtungen nicht selten die Verbindung zur Außenwelt verlieren, können durch den regelmäßigen Kontakt zu Kindern leichter den Bezug zum heutigen Leben erhalten. Sie bleiben auf diese Weise aktiv und müssen sich mit neuen Gegebenheiten, wie etwa mit zeitgemäßen Erziehungsweisen, auseinandersetzen. Sie lernen dabei, eigene Vorstellungen zu hinterfragen und sich auf den heutigen - weniger autoritären - Umgang mit Kindern einzustellen. In dieser Zusammenstellung kann man die Ergebnisse der gelungenen Begegnungen sehen.